Hugo Siegmeth
Saxophone  Clarinet  Composition


Presse

"...Dabei erzeugt Siegmeth eine Farbgebung, wie sie derzeit kaum einem anderen Saxofonisten in Deutschland gelingt - ein plastisches, warmes, kraftvolles, eigenständiges Profil. Sein eigenwilliger Blues führt den Hörer statt an den Mississippi irgendwann ins Donaudelta, in den Banat, die Karpaten."
– Jazzthing 2006

Hugo Siegmeth relaxed... „Der in München lebende Hugo Siegmeth stammt aus dem rumänischen Banat und nimmt in etlichen seiner Kompositionen Bezug auf die musikalischen Traditionen seiner Heimat, paart bisweilen die tänzerische Qualität und die rhythmischen Konzepte osteuropäischer Volksmusik mit der sublimen Harmonik des Modern Mainstream Jazz und schafft hier nicht nur eine sehr organische Verbindung sondern auch eine Musik, die mit vielen Klangfarben die Vorstellungswelt ihrer Hörer anzuregen vermag.“
– BR4 Klassik 2004

"When Hugo Siegmeth (born Romania, 1970) set out to pay homage to Sidney Bechet (born New Orleans, 1897), his intention was to present Bechet's music using contemporary vocabulary. The result is fascinating. To avoid any imitation of the original, he does not play soprano saxophone, Bechet's main instrument, concentrating instead on the tenor and clarinet. Some of his transformations are quite magical. Bechet's haunting 'Petite Fleur', for instance, surrounded by some fairly dissonant strings. As for 'Les Oignons', the crowd-pleaser with which Bechet usually ended his shows, it emerges as an ideal vehicle for Sonny Rollins."
–The Guardian, 2006

Oracle, VPR "Verbindliche Emotionalität... Siegmeth - einem der profiliertesten, eigenständigsten Saxophonisten der deutschen Jazz-Szene - macht es hörbar Spaß ein Stück harmonisch zu verändern, aber gleichzeitig dessen Substanz zu bewahren, also die Melodie aufscheinen zu lassen.
Diese Vorgehensweise hat er bereits an Volksmusikthemen aus dem rumänischen Banat ausprobiert. Er hat dieser heimatlichen Folklore eine eigene Noten gegeben. „Das ist ein Brunnen, aus dem ich schöpfen kann, einfach emotional.
Ich spiele jedes Stück so, wie ich es gerne spiele, ich verändere das Stück so ähnlich wie ich komponiere.“
– Jazzpodium 2006

Red Onions, ACT "Diese Platte (Red Onions - ACT 94432) überrascht, weil sie so unaufgeregt ist. Weil sie ein fintenreiches, undogmatisches Zusammenspiel demonstriert im Dienste einer Sache, die es dann doch wert war. Weil sie nicht beflissen ist und es nicht nötig hat, Muskelspiel vorzuführen. Weil sie sich zu einer atmosphärischen Reise in die Jazzenzyklopädie entfaltet, ihren roten Faden behält und sich zum Schlüssigen addiert. Weil das hochkontrolliert bleibt, ohne auf Spaß und Spontaneität zu verzichten. Weil es den alten Stoff tatsächlich zu etwas Neuem wendet. Selten bekommt man so dezent und sicher arrangiert den Beweis, dass zum Wohin auch ein Woher gehört.
– SONIC 2006

"Diesem Quartett gelingt kollektiv eine dichte Intensität des Zusammenspiels, wie sie sonst nur - auf auskomponiertem Terrain - versiertesten klassischen Streichquartetten zu eigen ist. Mit der Präzision und Geschmeidigkeit eines Fischschwarms reagieren die vier auf jede kleinste Nuance, auf wechselnde Tempi, Taktarten, dynamische Änderungen. Das ist allerhöchste Kunst des Zusammenspiels, ergänzt durch formidablen Einfallsreichtum, Temperament, Vielfalt und immer wieder aufscheinende lyrische Qualität."
– OVB 2007

"In Hugo Siegmeth lernt der Jazzbegeisterte nicht nur einen Vollblutprofi kennen, der sein Handwerk gründlich gelernt hat, sondern auch und vor allem einen außergewöhnlich eigenständigen Ideenlieferanten, der frei von Klischees und Formalismen Profil und Persönlichkeit zeigt. Seine klangfarbenreiche Dramaturgie entspringt bei aller Virtuosität einer entwaffnenden Natürlichkeit."
– BR 4 Klassik, 2000

„Siegmeths Spiel atmet eine unverkennbare Emotionalität, eine ganz spezielle Stimmung, dominiert von Farben und Temperaturempfindungen, von wohligem Kribbeln und einer seltsamen Vertrautheit.... Das klingt, als wäre es das Einfachste der Welt: Diese flimmernden Coltrane-Rubatos, der heiße Webster-Atem, die ungeraden Takte, die verzwickten Wechsel,die überfallartigen Lautverschiebungen und die radikalen Stimmungsschwankungen. Es reißt einen mit. Vielleicht ist es ja einer wie Hugo Siegmeth, der die lang erwartete neue Jazzwelle in Deutschland auslösen kann."
– Donaukurier 2005

Hugo Siegmeth Quartet, Jazz im Schloß "Das Hugo Siegmeth Quartet beherrscht die Kunst der Entschleunigung auf's Beste, schöpft aus der Entdeckung der Langsamkeit Atem.
Hugo Siegmeth ist ein Meister der Reduktion. Kein Skalensurfer, kein vordergründiger Feuerwerker, kein Girlandenbläser, sondern, obwohl er das alles auch kann, ein Musiker, der sehr bewusst auch auf die Kraft der nicht gespielten Noten setzt, der in knappen Strichen seine Soli skizziert, dabei Spannungsbögen setzt, deren sparsame Melodiosität zuweilen an Sonny Rollins erinnert wie der luftige Ton an Stan Getz: Einheit der Gegensätze. Siegmeths Kompositionen haben im wahren Sinne des Wortes malerische Qualität, evozieren Bilder und Assoziationen, erzählen kleine Geschichten, die sich unaufgeregt zutragen und mit gelassenem Herzen reflektiert werden. „Under the Tree“ ist so ein Stück, das in ruhigem Fluss ein sanftes Bild vom Sommer entwirft, sorglos, zweckfrei, genießerisch; „Mondbahn“ auch: Ruhe ohne esoterischen Weichzeichner, innere Kraft in wie selbstverständlicher Bewegung. Zu solchen Bildern passt das Pianospiel Carsten Daerrs wie John Lennons distanzierte Ironie zu Paul McCartneys melodiösem Genie.
Nicht dass es nicht auch mit Powerplay ginge: Zweites Set, zweites Gesicht! Aus versammelter Kraft kann es ganz schön heftig herausblitzen, kann sich geballte Hingabe entladen, elementare Wucht und heißes Magma – nicht zuletzt auch im Groove von Bastian Jütte am Schlagzeug und Henning Sieverts am Bass. Die viersätzige „Suita Româneasca“ - Höhepunkt und Quintessenz des Konzerts - schenkt Musik, die in organischem Fluss und in klugen Überleitungen ohne extreme Reibungen zu aussagestarken Bildern führt mit Einfühlungsvermögen, Feuer, Tempo, Intelligenz und Energie."
– Neuburger Rundschau 2005

"Siegmeths technisch makelloses Saxophon bedarf keiner Geschwindigkeitsrekorde um zu essentiellen Aussagen zu kommen, findet in sorgsam ausgebautem Sound und konkretem Gestaltungswillen zu klar formulierten Positionen, die sich nirgends aggressiv aufdrängen, jedoch immer in bestechender Folgerichtigkeit fesseln."
– Jazzpodium 2004

"Kraftvoll umbläst er die bekannten Melodien und befreit die im Hot Jazz inhaftierten Klassiker durch eine Radikalkur [...] Glückwunsch - denn so gelingt Siegmeth die Übersetzung Bechets nicht nur in den Jazz der Gegenwart, sondern zudem ein Anschluss an europäische Hörgewohnheiten, den Bechet in seinem Exil in Paris eh gesucht hat.Klang "Summertime" je schöner als in dieser transatlantischen Übersetzung?"
– Jazzthethik 2006

Live at the Unterfahrt, Edition Collage "In außergewöhnlich kurzer Zeit ist Hugo Siegmeth zu einer starken Persönlichkeit herangereift, die von der Erkenntnis und mittlerweile auch vielfachen Erfahrung profitiert, dass die Freiheit des Klanggestaltens mit dem Erreichen von Präzision beginnt und nicht vorher, dass man erst durch ein Höchstmaß an handwerklichem Können zur Optimierung emotionaler Ausdrucksstärke gelangt. Seine Fähigkeit, Flexibilität und Eigenständigkeit in hohem Maße gleichzeitig anzubieten, hat Ihn schnell zu einem der gefragtesten Satzbläser und Solisten, Big Band- und Combomeistermusiker werden lassen."
– BR4 Klassik 2001

"Hugo Siegmeth imponiert am Tenorsaxophon mit kantigem, erdig-warmem Sound, flüssiger Phrasierung und einem Feuer, dessen Flammen unvermittelt aus dem Dachstuhl lodern können. Auch als Komponist zeigt er Persönlichkeit. Das traumhaft visionäre "Kaul", inspiriert durch einen Weiher im heimatlichen Banat, zieht lautmalerische Kreise durch's grüne Algengebilde, die im Wasser schweben und ihre Geheimnisse nur dem entbergen, der sich mit der entsprechenden Behutsamkeit annähert -durchdachte seelenvolle Musik von hoher Reife und beeindruckender Charakterstärke."
– Neuburger Rundschau 2000

"In Hugo Siegmeth lernt der Jazzbegeisterte nicht nur einen Vollblutprofi kennen, der sein Handwerk gründlich gelernt hat, sondern auch und vor allem einen außergewöhnlich eigenständigen Ideenlieferanten, der frei von Klischees und Formalismen Profil und Persönlichkeit zeigt. Seine klangfarbenreiche Dramaturgie entspringt bei aller Virtuosität einer entwaffnenden Natürlichkeit."
– BR 4 Klassik 2000

Himmelsklänge, VPR "Fließend lyrische Klänge dominierten das Konzert von TriOzOne. Ohne je glatt zu werden, präsentierten sich da drei dem Wohlklang Verpflichtete. Siegmeths Kompositionen bestachen durch den gelungenen, weil organischen Einbau osteuropäischer Harmonik und Rhythmik. Bei der späten Wiederentdeckung seiner Heimat - Siegmeth stammt aus dem rumänischen Arad, kam aber bereits mit sieben Jahren nach München - dienen Fünf-Viertel-Takt oder Zigeunermoll nie als folkloristische Staffage. Er setzt sie nur als Hilfe ein, den gewünschten klangmalerischen Eindruck zu schaffen. Durchaus offen für jazzig-bluesige Improvisationen meint man da schon mal, etwa bei "Kaul", den siebenbürgischen Wald rauschen zu hören. Es kann aber auch in andere Gefilde gehen: An Griegs nordisches "Glockengeläut" etwa erinnerte gleich der Auftakt mit "Elephant and Moon".
– SZ 2004

"...mit Frage (Trompete) und Antwort (Flügelhorn) spielend realisiert Clark, die Instrumente in zwei Händen, ein typisches Terry´sches Augenzwinkern. Übrigens ist auch Hugo Siegmeth in seinem solistischen Element, wenn er in direkter Nachfolge und Anknüpfung an Terry in dessen Uptempo-Swinger "Spaceman" entspannt seine melodiösen Linien zieht."
– Jazzpodium  2001

Etüde für Klarinette und roten Sessel "Der 35-jährige Saxofonist ist ein bestechender, virtuoser und flexibler Musiker, der seinen eigenen Weg geht. Ob Klassik, Blues, Folklore oder Jazz in seinen Kompositionen finden sich viele Stilrichtungen, Taktarten und Rhythmen, die geschickt miteinander zu einem eigenständig-homogenen Ganzen verwoben sind. "Under the tree" beispielsweise nennt er ein Stück, das an die klassischen Passacaglia angelehnt ist, und das süchtig macht. Nicht nur wegen des ostinaten Kontrabasses. Siegmeth spielt, nein, haucht hier ein sanft-betörendes Saxofon, dem er geheimnisvolle Töne entlockt.
Aber er kann auch anders: Das zeigt er in Stücken, in denen er sich seiner osteuropäischen Wurzeln erinnert. Seine "Suita Romaneasca" kommt mit atemberaubender Wucht daher, ist aufwühlend und strotzt voller intellektueller und musikalischer Power. Aber sie steckt eben auch voller Zärtlichkeit. "
– Allgäuer Zeitung 2005

Da läßt er in der "Suita Romaneasca", mit der er sich auf seine rumänische Wurzeln besinnt, die Kapelle am äußersten Rand des Espressivos vibrieren, bevor er eine Kehrtwendung ins Impressionistische vollzieht. Seine Erfahrungen mit klassischen Formen und Besetzungen kommen ebenso zur Geltung wie sein farbig-melodiöses Spiel, dem er ebenso osteuropäisch-orientale Nuancen versetzt wie bluesgetränkte Fermente...
– SZ 2004

nach oben